Silber beim Deutschen Ranglistenturnier für Sinja Weychardt

Der SSC Karlsruhe mit seinem neuen Schwimmbad war Ausrichter des Deutschen Pflichtranglistenturniers 2017 der Synchronschwimmerinnen. Die Fächerbad Karlsruhe GmBH hatte den Umbau und die Erweiterung des 1982 eröffneten Fächerbad, ein Sport- und Familienbad (50m Bahn) mit einer Gesamtfläche von ca. 9.000qm, zu einem Kombibad umzubauen 2012 beschlossen und Ende 2016 fertiggestellt. Es wurde eine Schwimmhalle (25m) mit zu öffnenden Dach und ein Therapiebecken angebaut.

Insgesamt waren 22 Vereine mit 159 Schwimmerinnen nach Karlsruhe gereist. Im Gegensatz zu den Deutschen Meisterschaften müssen die Synchronschwimmerinnen bei dieser Meisterschaft nur die Pflicht schwimmen und keine Kür. Gewertet wird in den verschiedenen Jahrgängen und der offenen Klasse.

Der TSB Flensburg schickte in diesem Jahr 3 Synchronschwimmerinnen zum PRT. Die drei Jugendschwimmerinnen vom TSB ließen mit ihren Leistungen aufhorchen. Allen voran die Jugend- und Nationalschwimmerin Sinja Weychardt. Bereits im Vorkampf konnte sie sich mit 66,2140 Punkten als 2. für das Altersklassenfinale und als 12. für das Halbfinale der besten 24 Schwimmerinnen in der Offenen Klasse qualifizieren. Im Finale am Sonntag schlichen sich ein paar Flüchtigkeitsfehler ein, aber mit 65,1116 Punkten sicherte sie sich die Silbermedaille hinter Justine Seibert aus München. Ein kleiner Wehrmutstropfen mit 0,3 Punkten Rückstand verpasste sie als 14. knapp das große Finale der Offenen Klasse.

Das Finale der Offenen Klasse gewann Vorjahressiegerin Michelle Zimmer aus Berlin.

Im Jahrgang 2001 erschwamm sich Fenja Jessen mit 62,0811 Punkten einen guten 7. Platz und konnte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3 Punkte steigern. Leider verfehlte sie um 0,05 Punkte den Einzug ins Altersklassenfinale. In der Altersklasse C steigerte die jüngste TSBerin Lilith Schwedler (Jg. 2003) ihre persönliche Bestmarke um 6 Punkte auf 60,650 Punkte. Als drittplazierte zog sie direkt ins Altersklassenfinale ein. Im Finale am Sonntag patzte Lilith leider beim Barracuda. Das kostete am Ende die Medaille. Mit 57,8111 Punkten reichte es noch zu Platz 4. Mit ihrer Pflichtpunktzahl schaffte sie aber bereits die Qualifikation zur Sichtung des Deutschen Schwimmverbandes für den Nachwuchskader 2017/2018. „Wir sind sehr zufrieden mit dem gelungenen Saisonstart. Einiges muss bis zu den Norddeutschen Meisterschaften im April in Langenhagen noch verbessert werden, aber das schaffen wir. Schließlich ist für die Jugendschwimmerinnen das Ziel die Qualifikation zu den Deutschen Jugendmeisterschaften in Karlsruhe“, resümierten die Trainerinnen Petra Obermark und Sina Nass. Sinja reiste direkt von Karlsruhe mit der Jugendnationalmannschaft ins Trainingslager an den Olympiastützpunkt Heidelberg. Nach dem erfolgreichen Abschneiden im letzten Jahr bei der Europameisterschaft in London, der Jugendweltmeisterschaft in Kazan und der Jugendeuropameisterschaft in Kroatien, wo jeweils das Finale erreicht werden konnte, stehen in dieser Saison als großes Ziel die Weltmeisterschaft in Budapest an.